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Theodorschule Paderborn

Gemeinschaftsgrundschule im Riemeke, Offene Ganztagsschule

Zeitungsbericht der Klasse 3a (2007/2008)


Stand dieser Seite: 16.07.2011

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Zeitungsbericht:
Interview mit dem Leiter des Fundbüros

Veröffentlichung

LOGO der Aktion: Klasse!Kinder Das folgende Interview ist im Rahmen des Medienprojekts der Tageszeitung "Neue Westfälische" Zeitung lesen im Unterricht! KLASSE!Kinder entstanden und in der Ausgabe vom 9.5.2008 gedruckt worden.
In der Zeitung sah es natürlich ganz anders aus.

Interview-Partner

Von der Klasse 3a der Theodorschule

Es gibt nichts, was man nicht verlieren kann.

So begrüßte uns Herr W.H., der Leiter des Einwohner- und Standesamtes, der auch der Chef des Fundbüros ist. Mit seiner Mitarbeiterin Frau B.P. stand er uns Rede und Antwort zum Thema Fundsachen.

Interview

Von der Klasse 3a der Theodorschule

Fundsachen darf man sogar in Briefkästen der Post werfen

Klasse 3a:
Was wird am häufigsten im Fundbüro abgegeben?
Fundbüro-Leiter:

Pro Jahr werden etwa 900 bis 1.000 Fundsachen abgeliefert, darunter mehrere hundert Fahrräder.
Außerdem verlieren Menschen Schmuck, Handys und Bargeld.
Zu häufig setzen Menschen ihre Haustiere aus, diese werden dann ins Tierheim gebracht und warten dort auf neue Besitzer.

Klasse 3a:
Werden die Fundsachen sortiert?
Fundbüro-Leiter:

Die Mitarbeiter sortieren sie vorwiegend nach der Größe.
Fahrräder werden entweder beim Finder untergestellt oder in der Außenstelle Pontanusstraße in großen Garagen untergestellt.

Klasse 3a:
Wie lange bleiben die Fundsachen im Fundbüro?
Fundbüro-Leiter:

Das Gesetz schreibt vor, dass die Fundsachen sechs Monate im Fundbüro bleiben.

Klasse 3a:
Werden die Finder notiert?
Fundbüro-Leiter:

Ja, alle bekannten Finder werden im Computer gründlich notiert und gespeichert.

Meistens geben die Finder die Gegenstände bei der Polizei oder bei der BOSS-Wache in der Marienstraße ab, die leiten sie dann ans Fundbüro weiter.

Die wenigsten Menschen wissen jedoch, dass man handliche Fundsachen in jeden Briefkasten der Post einwerfen kann. Die Post sorgt dann für die Weiterleitung zum Fundbüro.

Klasse 3a:
Was passiert mit den Sachen, die nicht abgeholt werden?
Fundbüro-Leiter:

Wenn die sechsmonatige Frist abgelaufen ist, bekommt der Finder einen Brief vom Fundbüro, dass er nun seine Fundsache abholen und behalten kann.

In manchen Fällen wollen die Finder ihre Fundsache aber gar nicht zurück haben, weil sie sie nicht brauchen. Fahrräder, die so übrig bleiben, werden im Mai, am Tag des Fahrrades, in Schloß Neuhaus versteigert.
Bei teurem Schmuck ermittelt ein Goldschmied den Materialwert des Stückes, und zu dem Preis verkauft das Fundbüro es dann. Besonders vor Weihnachten sind solche Stücke gefragt.
Die übrigen, gut erhaltenen, Fundstücke werden für gemeinnützige Zwecke gespendet.

Die Dinge, die keiner mehr haben möchte oder braucht, werden vom Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt (ASP), entsorgt.

Alle Datenträger werden sehr sensibel behandelt: Solange nicht klar ist, ob auf ihnen Daten gespeichert sind, werden die Geräte vernichtet, damit die Daten nicht in falsche Hände geraten.

Klasse 3a:
Wie kann man feststellen, ob jemand der wirkliche Verlierer ist?
Fundbüro-Leiter:

Man muss nachweisen, dass man wirklich der Besitzer ist, indem man

  • die Kaufquittung mitbringt,
  • die Marke weiß,
  • Zubehörteile von dem Gegenstand hat oder
  • Fotos von dem Gegenstand besitzt.

Nur wenn die Mitarbeiter ganz sicher sind, den echten Besitzer vor sich zu haben, händigen sie ihm den verlorenen Gegenstand aus.

Wer hat sein Gebiss verloren?

Klasse 3a:
Gibt es auch außergewöhnliche Fundsachen?
Mitarbeiterin:

Ja!

Eines Tages saß ich gerade an meinem Arbeitsplatz, als eine Paderbornerin mit einem kleinen Packpapier-Paket hereinkam.
Die Dame erklärte, in einem Restaurant in der Westernstraße habe sie beim Abräumen der Tische auf einem Tellerrand dieses Gebiss gefunden. Das Personal in der Küche hatte sogar vorsorglich diese seltene Fundsache gereinigt – niemand holte das saubere Gebiss jedoch ab.

Eine weitere höchst seltene Fundsache war eine Beinprothese mit Schuh.

Klasse 3a:
Warum werden so viele Sachen nicht abgeholt?
Fundbüro-Leiter:

Meistens rechnen Verlierer gar nicht damit, dass es ehrliche Finder gibt, die Fundsachen im Fundbüro abgeben.


Informationen zur Webseite

Adresse dieser Seite:
http://theodorschule.lspb.de/Ueber_uns/Klassen/Schuljahr2007_2008/Klasse_3a/Zeitungsprojekt/Zeitungsbericht.html

Webseite überprüfen durch: W3C

Für die Website stimmen auf: www.schulhomepage.de


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